LOUIS ARMSTRONG and his ALL STARS - Satchmo live in Berlin Friedrichstadtpalast

THE LEGENDARY BERLIN CONCERT

CD jp 1062, CD jp 1063


Aufgrund einer ziemlich mageren WEST-Valuta-Staatskasse machte letztendlich ein Äquivalentgeschäft das Unmögliche doch noch möglich, d.h. konkret: Tausche weltberühmte Jazzband gegen hochkarätige Optik von „Zeiss Jena“! Als Partner fungierten die „Staatliche Künstleragentur der DDR“ (die Alleinbefugte zur Realisierung internationaler Gastspiele) sowie eine renommierte Agentur in der Schweiz. So kam es 1965, im vierten Jahr der Mauer, zu der schier unglaublichen Sensation: Louis Armstrong in der DDR! Die - selbstredend total ausverkauften - Konzertveranstal-tungen im (alten) Berliner Friedrichstadtpalast (20. - 22.3. - 6 Konzerte) in der Leipziger Messehalle III (23. - 24.3.- 4 Konzerte) sowie fünf weitere Konzerte (6. - 8.4.) in den größten Hallen von Magdeburg, Erfurt und Schwerin waren Teil der allerersten Gastspielreise der Louis Armstrong All Stars hinter dem damaligen Eisernen Vorhang  (incl. CSSR, Ungarn, Yugoslawien, Rumänien und Bulgarien), wodurch die international vielbeachtete Tournee natürlicherweise auch ein Politikum darstellte.

Am 20. März 1965, mittags von Prag kommend, wurde Louis Armstrong auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld ein grandioser, ein ebenso enthusiastischer wie spürbar herzlicher Empfang zuteil, wie ihn sich wohl so mancher prominente Staatsmann an gleicher Stelle gewünscht hätte. Höchst offizielle Begrüßungsansprache, ein Schwarm von Reportern aus Ost und West, Presse, Rundfunk, Fernsehen. Dann auf einmal im brodelnden Stimmengewirr ‘When it's Sleepy Time Down South’, intoniert von den seinerzeitigen Berliner ‘Jazz Optimisten’ für ihr Idol SATCHMO. Dieser strahlt, läßt einen Rundfunkreporter mitten im Gespräch stehen, gesellt sich spontan zur Band und singt ohne Mikrophon ‘Sein Lied’ in die plötzliche, wie von Zauber erfüllte Stille. Ein mir unvergeßlicher Moment, in dem sich das entwaffnend herzliche, so einfach-menschliche Wesen des ‘Boy from New Orleans’ auf bewegende Weise offenbarte.Louis Armstrong befand sich - sechs Jahre vor seinem Tode - noch einmal auf einem wahrhaft beeindruckenden künstlerischen Zenit. Und das Jazzpublikum in der DDR (wo es bis dahin nicht eine einzige Armstrong-Schallplatte offiziell gegeben hatte) feierte den ‘King of Jazz’ mit einer noch nie zu erleben gewesenen, total überschäumenden Begeisterung; kein Konzert-Finale ohne minutenlange ‘standing ovations’. Hier mischte sich eindeutig Musi-kalisches mit Außermusikalischem, erblickte man doch - im Schatten der Mauer! - in Louis Armstrong nicht nur den weltberühmten Jazzmusiker, sondern auch einen Botschafter, ein Symbol des Humanismus, des menschlichen Miteinander in einem Leben in Freiheit. Armstrong selbst war dies vielleicht noch nie so bewußt gewesen, wie gerade während jener Tournee. Seine tiefe Erschütterung, nachdem er am Brandenburger Tor die ‘Mauer’ in ihrer unmenschlichen Realität erstmals mit eigenen Augen gesehen hatte, hat sich mir tief eingeprägt, wie auch seine während der Fahrt im Tourneebus bedächtig gesprochenen Worte: „Das ist noch furchtbarer als 'Jim Crow’ ! Welch grausame Härte und Pein für Millionen Menschen! Ich werde mein Bestes, mein Allerbestes geben, um sie glücklich zu machen, - ja, das werde ich“.


Es war eine wahrlich außergewöhnliche ‘jazzy’ Tour, reich an Erfolgen und Erlebnissen, auch an Strapazen, wobei Louis Armstrongs physische Kondition immer wieder verblüffte. Täglich zwei Konzerte mit vollem Einsatz, diverse Stadtgänge, Empfänge, Einladungen zum Essen, in jeder Stadt Begrüßung im Rathaus und Eintragung in das ‘Goldene Buch’, in Erfurt eine Not-Zahnbehandlung u.v.m. Bei allem offenbarte Satchmo, der von seiner Frau Lucille rührend umsorgt wurde, bewun-dernswertes Stehvermögen; er zeigte niemals Müdigkeit und gab in jedem Konzert im Wortsinn sein Allerbestes.Er begann übrigens kein Konzert, bevor nicht Lucille in der ersten Reihe Platz genommen hatte; - sie, seit 1942 Mrs. Armstrong, war sein guter Geist. Noch nie zuvor hatte ich in einem Tourneebus so viel Heiterkeit und Lachen erlebt, nicht zuletzt durch Satchmo selbst. Andererseits gab es auch sehr ernsthaft-nachdenkliche Gespräche, wofür die in jenen Tagen die Welt bewegende, von Martin Luther King geführte Bürgerrechtsbewegung in den USA der Anlaß war. Hierbei spürte man nicht nur das brennende Interesse der Musiker an den atemberaubenden Gescheh-nissen, sondern unterschwellig auch ein gewisses Wachsen ihres Selbstbewußtseins und ein sich festigendes Zusammen-gehörigkeitsgefühl.
Dies wurde explizit deutlich während der relativ langen Busfahrt von Magdeburg ‘über die Dörfer’ in Richtung Autobahn Erfurt. Bei einer kurzen Rast in einem armseligen Dorf-Gasthaus, dessen ‘Angebot’ aus Bockwurst mit oder ohne Brot bestand, sahen sich die Musiker plötzlich von quirligen Schulkindern umringt. Die Nachricht ‘im Konsum sitzt Louis Armstrong’! hatte sich wie ein Lauffeuer verbreitet, gefolgt von einer turbulenten Autogrammjagd, wozu in aller Eile herausgerissene Zettel, Bierdeckel,Spielkarten, Schulhefte u.v.m. dienten. Louis Armstrong war regelrecht eingeschlossen, aber seine Freude darüber ganz offensichtlich, und mit bedächtigem Schriftzug und typischem Satchmo-Lachen gab er jedem Kind sein Louis 'Satchmo' Armstrong mit auf den Weg. Eine wunderbare, rührend-herzliche Szene. Doch plötzlich ein laut-schroffer Kammandoton des amerikanischen Tourneebetreuers (einem ehemaligen Chauffeur von Al Capone), sofort mit dem Blödsinn aufzuhören und schnellstens „die Ärsche zum Bus zu bewegen“! Daraufhin Totenstille, dann Louis Armstrong mit einem für ihn, vor allem gegenüber einem Weißen völlig ungewöhnlichen, ausgesprochen aggressiven Zornesausbruch: „Wir sind hier nicht in den Staaten! Und auch dort wirst du nicht mehr lange herumkommandieren können! Begreif endlich: Die Sklaverei ist ein für allemal Vergangenheit! Hör zu, mir sind die Freude und das Glück dieser Kinder tausendmal wichtiger als deine Befehle! Wir fahren erst dann weiter, wenn ich das allerletzte Autogramm gegeben habe!“ - Und so geschah es.

Zwei Jahre nach der Tournee erhielt ich, total fassungslos und mit unaussprechlicher Freude, von Louis Armstrong einen achtseitigen, handgeschriebenen Brief. Darin erwähnt er u.a. den Tod einiger Musiker und Freunde und schreibt in diesem Zusammenhang: „Auch ich habe meine Schuhe bereitgestellt. Wenn ER mich ruft, werde ich antworten »Yes, Sir«”.         
                                                                                           



Since the state coffers were quite low on western currency it was an exchange for equivalent goods that finally made the impossible come true. “Will trade: World famous jazz band for high-quality optical goods from Zeiss Jena.” The deal was negotiated between the State Artists' Agency of the German Democratic Republic (the sole authorized agency for performances by foreign artists) and a renowned agency in Switzerland. It was thus that in 1965, the fourth year of the “Wall”, that a really incredible sensation took place; Louis Armstrong played East Germany! The concerts - all of them sell-outs of course - which were held in the (old) Friedrichstadt-palast in Berlin (March 20 - 22, 6 concerts) in the Leipzig Exhibition Hall III (March 23 - 24, 4 concerts) and five other concerts ( April 6 - 8) in the largest halls available in Magdeburg, Erfurt and Schwerin were part of the very first tour by Louis Armstrong's All Stars behind what was then the “Iron Curtain” (incl. Czechoslovakia, Hungary, Yugoslavia, Romania and Bulgaria). Consequently, the tour not only received much international attention, it also became a political matter.

Arriving from Prague at noon on March 20, 1965 the Armstrong All Stars were given a grand, both enthusiastic and rousing reception at Berlin's Schönefeld Airport, a welcome that quite a number of prominent politicians might have wished for. A highly official welcoming address, a swarm of reporters from both East and West representing the printed media, radio and television were there. Then, penetrating the babble of voices came “When It's Sleepy Time Down South” played by Berlin's “Jazz Optimisten” for their idol Satchmo. He smiled and,just leaving a radio reporter standing, joined the band and sung “his” song into the sudden silence that seemed filled with magic. It was a moment I'll never forget when the disarmingly warm, simply human personality of the “Boy from New Orleans” so touchingly revealed himself...

Six years before his death, Louis Armstrong had once again reached a really impressive artistic zenith. And the jazz audience in East Germany (where until then there had not been one officially issued Armstrong record) celebrated the “King of Jazz” with an enthusiasm that had never been known before. No concert ended without standing ovations that went on for several minutes. This is where the truly musical mixed with that which was outside of the realm of music. There - in the shadow of the “Wall”- one could see not only Louis Armstrong the world famous jazz musician but an ambassador, a symbol of humanitarianism, of people living together in a life of liberty. Armstrong had perhaps never been so conscious of this as he was during that tour. His deep distress when he saw the inhumane reality of the “Wall” for the first time with his own eyes at the Brandenburg Gate made a very great impression on me, and his thoughtful words during the drive in the tour bus, “That's even more terrible than 'Jim Crow'! What cruel hardship and pain for millions of people! I will do my best to give my very best to make them happy. Yes, that's what I'll do.”

It was a really extraordinary jazzy tour, filled with successes and experiences, but also really exhausting, and Louis Armstrong's physical condition amazed us again and again. Two concerts a day giving his all, numerous walkabouts, receptions, invitations to eat, in every city welcomes in the City Hall and signings of the “Golden Book”, in Erfurt emergency dental treatment and much more.Throughout all these ordeals Satchmo, who was lovingly cared for by his wife Lucille, displayed admirable stamina. He never seemed tired and really gave his very best in the concerts. He never started a concert before Lucille had taken her seat in the front row. Mrs. Armstrong since 1942, she was his good fairy. Never before had I experienced so much hilarity and laughter as I did on that tour bus, not least of all due to Satchmo himself. On the other hand, there were also some very serious, thoughtful conversations, occasioned by the American civil rights movement led by Martin Luther King that was moving the world in those days. They not only revealed the musicians’ burning interest in the breathtaking events but subliminally a certain augmentation of their self esteem and a growing feeling of belonging together took place. This became particularly clear during the relatively long bus journey through the “sticks” from Magdeburg towards the Erfurt freeway. During a brief rest in a poor village pub whose “menu” comprised nothing but sausage with or without bread the musicians suddenly found themselves surrounded by lively school kids. The news “Louis Armstrong is sitting in the Konsum” had spread like wildfire, followed by a turbulent autograph hunt using scraps of paper, beer mats, playing cards, copy books und the like. Louis Armstrong was literally surrounded, but his joy was obvious and, with careful lettering and the typical Satchmo smile, he let every kid have his “Louis ‘Satchmo’ Armstrong”. It was a wonderful, heart-warming scene. But suddenly, a loud barking command from the American road manager (a former chauffeur to Al Capone) to “Cut the crap immediately” and to “Move your asses to the bus” as quickly as possible spoiled the scene! Dead silence ensued, and then Louis Armstrong, with an aggressive outburst that was not his style anyway and especially unusual against a white man, said to the road manager, “We’re not in the States here. And even there you won’t be able to boss us around much longer! Get out: slavery is over once and for all. Listen here, the joy and happiness of these kids here are a thousand times more important to me than your orders. We won’t leave here before I’ve signed the last autograph!” And that's what happened.

Two years after that tour I was speechless and overjoyed to receive a handwritten, eight-page letter from Louis Armstrong. In it he mentioned the deaths of some musicians and friends and wrote in this context: I have got my shoes ready, too. When HE calls me, I’ll answer, “Yes, Sir!”  (Karlheinz Drechsel, translated by Prunella Götz), photographs by Vaclav Chochola

MIT DEM TREUEN HUSAREN

Jetzt auf CD: Louis Armstrongs Konzert 1965 im Friedrichstadtpalast

Es waren besonnte Tage im sozialistischen Kulturleben: Zum Frühlingsanfang des Jahres 1965 gelang es der Staatlichen Künstleragentur, den wohl populärsten Jazzmusiker der Welt zu einer DDR-Tournee zu verpflichten. Selbstverständlich waren sämtliche Konzerte ausverkauft, die Louis Armstrong mit seinen All Stars gab. Gleich sechs Mal trat er im (alten) Berliner Friedrichstadtpalast auf; außerdem spielte er in der Leipziger Messehalle und in den größten Sälen Magdeburgs, Erfurts und Schwerins.
Über die musikalische Attraktion hinaus, war diese Konzertreise im vierten Jahr nach dem Bau der Berliner Mauer auch eine kulturpolitische Sensation. Armstrong war sich dessen bewusst; so setzte er alles daran, die ostdeutschen Jazzhörer nicht zu enttäuschen. Seine Band war blendend besetzt (Billy Kyle, Tyree Glenn, Eddie Shu, Arvell Shaw und Danny Barcelona), er selbst erwies sich als sympathischer Moderator. Als spezielle Reverenz vor dem Publikum hatte er zudem Adaptionen zweier deutscher Titel in sein Programm aufgenommen: „Mackie Messer” von Brecht und Weill sowie „The Faithful Husar”, eine gemütlich-humoristische, englichsparachige Version des seinerzeit in Deutschland noch überaus beliebten Volksliedes „Es war einmal ein treuer Husar”.
Erstmals ist jetzt ein Mitschnitt der Friedrich-stadtpalast-Konzerte auf einer CD zu hören. Die Jazz-Produzentin Gertraud Jankejová, Chefin des Labels Jazzpoint, hat sich 1999 auf die Suche durch ostdeutsche Archive begeben; fündig geworden ist sie unter anderem in Filmlagern des ehemaligen Deutschen Fernsehfunks. Das DDR-Fernsehen hatte Armstrongs Berliner Auftritte aufgezeichnet und die Tonqualität dieser Aufnahmen erwies sich als überraschend differenzierter Steroklang.
Auf den neun Stücken, die Jankejová für das Album ausgewählt hat, glänzt Armstrong nicht nur als Trompeter, Sänger und Arrangeur in reifer Höchstform, sondern auch als klug-freundlicher Bandleader, der seinen Musikern reichlich Gelegenheiten einräumt zu zeigen, was sie können. So nimmt „Louis Armstrong Live in Berlin” nicht nur als kultur-historisches Dokument eine Sonderstellung ein, sondern bietet durchweg besten klassischen Jazz jener Ära. Ende des Jahres 2000 sollen bei Jazzpoint die weiteren Aufnahmen jener legendären Tournee durch die DDR erscheinen. (Berliner Zeitung/Dieter Steinmann 7/2000)


Louis Armstrong & His All Stars - Live in Berlin Friedrichstadtpalast -

CD jp 1062 und CD jp 1063

THE LEGENDARY BERLIN CONCERT PART I AND PART II

Die ALL STARS, die seit Ende der vierziger Jahre Louis Armstrongs dritte Schaffensperiode verkörperten und quasi auf neuer, modern-swingender Stufe an seine frühe Chicago-Zeit anknüpften, erlebten 1965 noch einmal einen wahrhaft faszinierenden Zenit. In der Folgezeit begannen ernsthafte Krankheitssymptome an Louis Armstrongs Kräften zu zehren, bis er letztendlich - auf zutiefst bewegende Weise - nur noch als Sänger aufzutreten vermochte, wobei die von ihm stets mitgeführte Trompete nahezu bezwingend die Erinnerung an die in der Jazzgeschichte absolut einmalige Erfolgs-laufbahn des KING OF JAZZ lebendig hielt. Für Louis Armstrong bedeutete das Publikum (und unbedingte Vertragstreue) allerhöchste, geradezu heilige Verpflichtung; so stand er, obgleich nur noch ein Schatten seiner selbst und nicht mehr des Gehens ohne fremde Hilfe mächtig, fast bis zum letzten Tag für SEIN Publikum auf der Bühne. Louis „Satchmo” Armstrong, der einmalige Trompeter/ Sänger/ Entertainer, der auf allen Kontinenten, in „West” und „Ost”, auf seine so bezwingend-einfache und herzliche Weise als Botschafter für menschliche Verständigung gewirkt hatte, verstarb am 6. Juli 1971 in seinem bescheidenen Haus in Corona/New York. In der Entwicklung der ALL STARS, deren Personal im Verlauf der Jahre manche Veränderung erfuhr, wiesen die späteren Gruppierungen die „modernsten” Tendenzen auf, wofür die Solostücke, wie sie Armstrong jedem seiner Mitspieler zuerkannte, die prägnantesten Beispiele abgaben. Hierfür stehen prototypisch - auf TEIL I - „Memories of You” mit dem Klarinettisten Eddie Shu (1918 - 1986), einem namhaften Vertreter des Mainstream-Jazz, der lediglich ein halbes Jahr den ALL STARS angehörte, sowie „Without a Song” mit dem seit den 30iger Jahren (Calloway, Ellington) prominenten Posaunisten/ Vibraphonisten Tyree Glenn (1912 - 1974), der gerade erst für die Europa-Tournee engagiert worden war und den ALL STARS bis zuletzt diente. Auf TEIL II erinnert „When I Grow too Old to Dream” an den seit Swing-Tagen hochgeschätzten Pianisten Billy Kyle (1914 - 1966), der - auch in der Funktion des künstlerischen Leiters - von 1953 bis zu seinem Tode mit Louis Armstrong eng verbunden war. Mit „How High the Moon” kredenzt der Bassist Arvell Shaw (1923) sein Bravourstück; er spielte bereits 1942 in Armstrong’s Swing-Bigband und verkörperte von 1946 - 1957 und 1963 - 1965 eine markante ALL STARS-Stimme. „Stompin’ at the Savoy” gerät zum Feature für Danny Barcelona (1929), dem letzten, künstlerisch emanzipiertesten aller Armstrong-Schlagzeuger, der (aus Hawai kommend) seit 1958 das Profil der ALL STARS gravierend mitprägte. Nicht zuletzt besaßen die ALL STARS in Jewel Brown (1937) von 1961 - 1968 eine höchst attraktive Vokalistin, die erstmals Soul-Akzente beisteuerte und speziell mit dem seinerzeit gerade aktuellen „I Left my Heart in San Francisco” das Publikum begeisterte.                                               (Karlheinz Drechsel)